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Was macht eigentlich das Central Control Center?

Condor-Mitarbeiter // Fakten // Insights

Condor Redaktion / Hinter den Kulissen / 22. Juli 2021

Das Central Control Center (CCC) ist das Herz einer Fluggesellschaft, denn hier laufen zahlreiche Prozesse zusammen, ohne die ein Flugbetrieb nicht möglich wäre. In diesem Beitrag erzählt euch unser Kollege Torsten Pehns, Director OCC & Dispatch, mehr über diesen spannenden Bereich.

Die Aufgaben des Central Control Centers

Condor Redaktion: Im CCC laufen die Verkehrszentrale, das Ground Handling Center, Crew Control und Maintrol zusammen. Was sind die Aufgaben der einzelnen Bereiche?

Torsten: Neben Routine-Themen ist eine Hauptaufgabe für uns im CCC bei Unregelmäßigkeiten die Auswirkungen für unsere Passagiere so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund sitzen wir alle zusammen in einem Raum, um möglichst schnell reagieren und reibungslos kommunizieren zu können.

4 Bereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten

Grundsätzlich haben die vier Bereiche verschiedene Schwerpunkte: Das Crew Control ist der 24/7-Ansprechpartner für unsere Crews, zum Beispiel für Krankmeldungen. Gleichzeitig ist dieser Bereich die Schnittstelle zu den Flight Operations (OPS). Ist zum Beispiel ein Flug verspätet, informiert Crew Control die fliegenden Kollegen.

Das Ground Handling Center ist Ansprechpartner bei Fragen zu Passagier- und Bodenprozessen für alle Stationen weltweit. Die die Kolleginnen und Kollegen beantworten behördliche Anfragen sowie koordinieren bei Unregelmäßigkeiten, wie zum Beispiel Verspätungen.

Blick auf Arbeitsplatz im Central Control Center

Der Bereich Maintrol behält den Überblick über die Lufttüchtigkeit der Flugzeuge, also zum Beispiel, welches Flugzeug wann in einen Check muss. Die Kollegen halten dafür engen Kontakt zu den Technikbetrieben. Bei technischen Fragen wendet sich dann auch die Crew an die Maintrol-Kollegen.

Last but not least, gibt es den Bereich OCC und Dispatch. Dieser Bereich befasst sich mit wichtigen Themen, wie zum Beispiel der Planung der Flugstrecken und der Beantragung von Airway-Slots. Ein Airway-Slot ist eine Starterlaubnis, die von der Flugsicherungsbehörde Europas vergeben wird, bei Kapazitätsbegrenzung im Luftraum.

Condor Redaktion: Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei euch aus?

Torsten: Das hängt stark von der aktuellen Situation ab. Dazu zählen momentan sicherlich coronabedingte Prozessänderungen.

Ein typischer Arbeitstag im Central Control Center

Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, greifen alle oben genannten Bereiche ineinander: Dispatch plant die Flüge und Maintrol sorgt dafür, dass die Maschinen technisch lufttüchtig sind. Die Kollegen vom Crew Control stellen sicher, dass ausreichend Crewmitglieder eingeplant sind, während das Ground Handling Center die Flugzeugabfertigung koordiniert und sich um die Gäste-Belange kümmert. Der Bereich OCC organisiert die Abarbeitung.

Condor Redaktion: Welche Vorbereitungen habt ihr mit Blick auf die Ferienzeit getroffen?

Torsten: Covid-19 ist immer noch präsent und es sind noch nicht alle Kolleginnen und Kollegen geimpft. Für uns bedeutet das, die Personalplanung muss zwischen Arbeiten im Büro oder von zu Hause, angepasst werden.

Zwei Condor Mitarbeiter sitzen an Schreibtisch im Central Control Center

Es sind regelmäßige Teams-Meetings erforderlich, um alle Mitarbeiter über den aktuellen Stand zu informieren. Hinzu kommt die tägliche Abstimmung, an welchem Standort welches Fluggerät verfügbar ist und was die ideale Besetzung der Crews ist.

Condor Redaktion: Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Torsten: Extern sind nach wie vor die dynamischen Corona-Maßnahmen herausfordernd. Der Aufwand für die Verantwortlichen am Flughafen ist groß. So ergeben sich zum Beispiel Verspätungen durch die „Bürokratie“, die durch Covid-19 erheblich ist oder Gäste kommen aufgrund der Sicherheitskontrollen zu spät zum Abflug.

Coronabedingte Änderungen und kurzfristige Anpassungen im Flugplan

Intern ist die größte Herausforderung, alle informiert zu halten. Coronabedingte Änderungen und kurzfristige Anpassungen im Flugplan erschweren das, zumal wir nicht mehr alle zusammensitzen. Hätte mich vor der Pandemie jemand gefragt, ob das geht, wäre meine Antwort gewesen, das geht nicht oder benötigt zumindest viel Vorlaufzeit.

Jetzt kann ich sagen: Es geht. Die Umstellung hat aufgrund der Notwendigkeit in kürzester Zeit funktioniert und tut es bis jetzt. Natürlich müssen wir diesen Zustand immer wieder neu bewerten. Es gibt schließlich gute Gründe dafür, dass wir normalerweise zusammen in einem Raum sitzen. Insgesamt ist meine persönliche Erfahrung jedoch, dass ich nach wie vor begeistert bin! Alle Beteiligten nehmen diese Herausforderungen an und machen unter den erschwerten Bedingungen tagtäglich einen super Job.

Condor Redaktion: Lieber Torsten, vielen Dank für das Gespräch!


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