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Verliebt in Kapstadt und Franschhoek

Kapstadt // Kulinarik // Südafrika

Gastautor / Reiseziele / 20. September 2017

Sehnsuchtsland Südafrika

Unendliche begrünte Weiten, kraftvolle Wellen, die auf die schroffe Küste treffen, und ein majestätischer Tafelberg, der beeindruckend in den Himmel ragt: Ein Blick aus dem Flugzeug im Landeanflug auf Kapstadt offenbart sofort die Schönheit dieses Fleckchens Erde. Per Direktverbindung geht es mit Condor von Frankfurt ans Kap und schon im Anflug verliert man sein Herz und vielleicht auch ein wenig den Verstand, denn das, was man da durch das kleine, runde Fenster sehen kann, verschlägt einem fast den Atem. Die atemberaubende Schönheit der Stadt am Kap und ihrer Umgebung fesselt jedes Jahr mehr Besucher und hat sich zum Sehnsuchtsort vieler gemausert, die an schönen Plätzen dieser Erde leben, aber eben nicht an so schönen und besonderen, wie Kapstadt einer ist.

Der Tafelberg

Wir spazieren an der Waterfront entlang und beobachten wie sich die mächtigen Wellen an den Felsen brechen, Gischt spritzt uns ins Gesicht und es schleicht sich ein Gefühl von Freiheit ins Herz, wie man dort so auf den wilden, tosenden Ozean blickt. Im kunterbunten Bo-Kaap, auch Malaienviertel genannt, zeugen die satten Farben der Häuser vom Erbe der dort angesiedelten Malaien. Kapstadt ist bunt, nicht im herkömmlichen Sinne des Viertels Bo-Kaap, sondern weil es so vielseitig ist. Es ist geschichtsträchtig und Spiegel seiner Eroberer, Einwanderer und derer, die geboren sind, in dem diversen Land auf dem afrikanischen Kontinent: Südafrikas Geschichte ist aber auch grausam und mahnendes Beispiel für Ausgrenzung und Unterdrückung. Dennoch ist das Lebensgefühl der Südafrikaner so positiv, so lebensbejahend und offen, dass man sich gleich zuhause fühlt.

Kapstadt


Die Stadt hat für jeden etwas zu bieten – egal ob Fans von ausgiebigem Shopping, Liebhaber von kulinarischen Erlebnissen oder Sportfanatiker, die sich hier beim Surfen, Reiten oder Wandern auspowern können. Erhaben thront über der schillernden Küstenstadt der Tafelberg. Es ist nicht der einzige Berg, der das Panorama ausmacht: Auch der niedrigere Lions Head fungiert als eines der Wahrzeichen Kapstadts. Wir entscheiden uns für den Aufstieg auf den Tafelberg, um das atemberaubende Panorama auch aus einer anderen Perspektive zu genießen. Von den wunderschönen Kirstenbosch Botanical Gardens, die den Fuß der Gebirgskette säumen, geht es hoch hinaus und zu Fuß auf Skeletton George. Der Aufstieg dauert zwischen fünf und sechs Stunden und ist bei gutem Wetter ganz schön schweißtreibend. Der Ausblick von der Bergspitze entschädigt aber für jede Anstrengung: Auch von Oben überzeugt die Region am Kap der guten Hoffnung auf ganzer Linie. Es beschleicht einen ein irrationales Gefühl von Glück, wenn man hier oben steht, und auf die winzige Stadt und ihre Ausläufer blickt und auf den Ozean, der am Horizont mit dem azurblauen Himmel verschwimmt.

Tafelberg

Kirstenbosch


Franschhoek und Boulders Beach

Das Schöne in Kapstadt ist auch, dass man sich ins Auto setzt und nur ein wenig fahren muss, um mehr zu sehen, mehr zu entdecken und in andere Welten einzutauchen. Unter zwei Stunden Fahrtzeit erreicht man das Mekka für jeden Weinliebhaber: Franschhoek besticht durch einen ganz eigenen Charme. Ein bisschen französisches Flair aus vergangenen Zeiten, kleine, individuelle Boutiquen, Restaurants und Weinbars mit Seele und Hotels und Pensionen, die keine Wünsche offen lassen. Auf La Providence, einem kleinen pittoresken Weingut, übernachten wir in einem hübschen Turmzimmer und entspannen am türkisblauen Pool mit Blick auf die üppigen Weinberge.

Franschhoek

 

Franschhoek ist klein und kann zu Fuß erkundet werden – und verführt zum Schlemmen und Genießen. Neben großartigem Wein, wie den typischen Chenin und Sauvignon Blancs und dem leichten roten Pinotage, der seine Geburtsstunde in Stellenbosch hatte, verwöhnt das kleine Örtchen mit kulinarischen Höhepunkten. Es scheint als bestünde Franschhoek mindestens zur Hälfte aus Restaurants – und die können sich sehen und vor allem schmecken lassen! Von leckeren, entspannten Burgern über französische Bistroküche bis hin zu südafrikanischem Fine Dining, Genießer kommen hier voll auf ihre Kosten.


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Entspannte Tage im Paradies für Weinliebhaber machen hungrig auf ein bisschen Aktion. Zurück in Kapstadt schwingen wir uns am Noordhoek Beach auf den Pferderücken und erkunden den Strand im Sattel. Bei kräftigen Böen traben wir durch den Sand und lassen uns den Wind um die Ohren pusten. Hach Kapstadt, spätestens jetzt hast du uns! Wir besuchen Pinguine am Boulders Beach, beobachten Surfer am Muizenberg Beach und futtern uns durch Restaurants, Bistros und Cafés mit ordentlich Charme und jeder Menge kreativer Speisekarten.

Boulders


Wer das Glück hat im Hellen und bei guter Sicht ohne Wolken abzufliegen, kann noch mal einen sehnsuchtsvollen Blick auf das einmalige Panorama werfen, bevor man sich in den Sitz des Fliegers sinken lässt, die Augen schließt und sich, diesem tollen Land und dieser wunderbaren Stadt fest verspricht: „Ich komme wieder Südafrika. Verlass dich drauf!“


Maren MerkenGastbeitrag von Maren Merken

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