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Nova Scotia – Kanadas Ocean Playground

Aktivreise // Kanada // Kulinarik

Condor Redaktion / Reiseziele / 22. November 2017

Direkt von Frankfurt geht es mit Condor nach Halifax an die Ostküste Kanadas. Nach einem kurzweiligen Flug über den Atlantik erhaschen wir im Landeanflug einen Blick auf einen der unzähligen rot-weißen Leuchttürme Nova Scotias. Nichts steht wohl so sehr für diese Provinz im Osten Kanadas wie diese Leuchttürme, deren Anblick mich auch nach mehreren Wochen in Nova Scotia jedesmal auf ein Neues begeistert. Doch Nova Scotia steht nicht nur für bezaubernde Leuchttürme, sondern auch für unberührte Natur und kanadische Gastfreundschaft.

Gründe für eine Reise nach Nova Scotia gibt es eine Menge, wobei einige Orte bleibende Erinnerungen bei uns hinterlassen haben.

Lunenburg und Blue Rocks

Lunenburg ist die älteste deutsche Siedlung in Kanada und verzaubert vor allem mit seinem maritimen Flair. Bei einem Spaziergang durch das farbenfrohe Fischerdörfchen entdecke ich den ein oder anderen niedlichen Laden mit außergewöhnlichen Mitbringseln und hübschen Wohnaccessoires. Nette Cafés, wie der Shop on the Corner, laden zum Verweilen ein und in der Ironworks Distillery probiere ich mich durch feine Liköre, Gin und Whisky.

Lunenburg-1

Lunenburg-2


Doch wirklich verzaubert hat mich das Örtchen vom Wasser aus. Bei einem Sunset Segeltörn genieße ich den Blick auf das UNESCO-Weltkulturerbe. Die bunten Häuschen der Stadt in das goldene Sonnenlicht getaucht, um mich herum das Meer und die Stille, nur die Segel flattern leicht im Wind.

Doch nicht nur Lunenburg selbst hat mich verzaubert, auch die Umgebung hat so einiges zu bieten. Vor allem das kleine Örtchen Blue Rocks liess mein Herz höher hüpfen. Das Fischerdörfchen ist sicherlich einer der schönsten Orte in Nova Scotia – hier wirkt es als sei die Zeit stehen geblieben.

Blue-Rocks-1

Blue-Rocks-2


Whale watching in der Bay of Fundy

Die Bay of Fundy ist bekannt für den höchsten Tidenhub der Welt, ein Naturschauspiel das man einmal live erleben sollte. Außerdem sind die Chancen groß bei einer Whale Watching Tour in der Bay wirklich Wale zu sehen. So machte ich mich eines Tages mit meinem Mietwagen auf Richtung Long Island. Zunächst ging es über den Digby Necks and Islands Scenic Drive ans Ende von Digby Neck. Ein paar Minuten mit der Fähre Petit Princess nach Tiverton und schon stand ich vor der Tür von Tom Godwin von Ocean Explorations.

 

Eingepackt in einen wasserdichten Anzug hatte ich zwar Ähnlichkeit mit einem Michelinmännchen, doch als mir später der eisige Wind auf dem Zodiac um die Nase wehte war ich dafür sehr dankbar. Wobei ich die Kälte spätestens in dem Moment vergessen hatte als sich ein riesiger Buckelwal nur 3 Meter vor unserem Zodiac majestätisch aus dem Wasser erhob. Ein Moment den ich sicher nie vergessen werde.

Whale-watching-1


Balancing-Rock

 

Wenn man eh schon mal auf Long Island ist lohnt außerdem ein Abstecher zum Boar’s Head Lighthouse und die kurze Wanderung zum Balancing Rock: ein 9 Meter hoher Basaltstein der auf den Klippen der St. Mary’s Bay balanciert und aussieht als würde er jeden Augenblick einfach umkippen. Doch steht er hier seit vielen 100 Jahren.


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Kejimkujik National Park

Den Kejimkujik National Park, kurz Keji, kannst Du ausschließlich zu Fuß oder zu Wasser erkunden. Die zahlreichen Flüsse dienten einst schon den Ureinwohnern der Gegend, den Mi’kmaqs, als Wasserwege von der Bay of Fundy zum Atlantik. Heute erkunden Einheimische, wie auch Touristen den Park auf diesen Wasserwegen mit dem Kajak.

Alternativ gibt es im Park über 60 km Wanderwege. Mein persönliches Highlight war sicherlich der Slapfoot Trail von Jake’s Landing zum Meadow Beach. Denn so langsam begannen sich die Blätter in Nova Scotia zu verfärben und die Bäume am Mersey River zeigten bereits die ersten Nuancen von Gelb, Rot und Orange. Dennoch war es gleichzeitig noch warm und so ließ ich mir bei einer Pause am Kedge Beach die Sonne ins Gesicht scheinen und genoß die Ruhe. Nur das ein oder andere vorwitzige Eichhörnchen störte ab und an meine Idylle.

Kejimkujik-1

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Doch nicht nur tagsüber ist der Kejimkujik National Park einen Besuch wert, sondern auch Nachts. Der Park ist ein so genanntes Dark Sky Preserve, ein Lichtschutzgebiet. Nur wenige Orte weltweit bieten eine so geringe Lichtverschmutzung, dass man Nachts einen solch atemberaubenden Sternenhimmel beobachten kann.

Annapolis Valley

Das Annapolis Valley, besonders rund um Wolfville, ist eine der fruchtbarsten Gegenden in Nova Scotia. Doch ist es noch immer ein wohlgehütetes Geheimnis, dass die Gegend auch ein fantastisches Weinbaugebiet ist.

Annapolis-Valley-1

Der charakteristischste Wein Nova Scotias ist der Tidal Bay. Ein Wein, der sich nur so nennen darf wenn er zu 100 % aus Trauben aus der Provinz besteht. Zumeist werden L’Acadie Blanc, Vidal und Seyval, aber auch Ortega, New York Muscat oder Riesling gemischt. Sie geben dem Tidal Bay seinen so typischen leichten und aromatischen Geschmack, der das Klima von Nova Scotia widerspiegelt.

Doch nicht nur der Tidal Bay der verschiedenen Weingüter ist fantastisch. Besonders begeistert hat mich der mehrfach ausgezeichnete Nova 7 vom Weingut Benjamin Bridge. Ein edler Tropfen, der für mich das Land in all seinen Facetten widerspiegelt.


Cabot Trail

DAS Highlight meiner Reise durch Nova Scotia war mit Sicherheit mein Mini-Roadtrip auf dem so genannten Cabot Trail, eine 300 km lange Panoramastrasse zwischen Cheticamp und Ingonish auf der Kap-Breton Halbinsel.

Am Cape Breton angekommen zeigte sich der Indian Summer in seiner vollen Pracht. Die Wälder strahlten in einem Rot, Orange und Gelb, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte. Besonders am Gipfel des Franey Trail bot sich ein atemberaubender Ausblick auf dieses nur wenige Tage andauernde Schauspiel. Alleine dafür hatte sich der steile und anstrengende Aufstieg gelohnt. Doch auch der Skyline Tail, der wohl bekannteste Wanderweg im Cape Breton Highlands National Park bietet spektakuläre Ausblicke. Aus der Vogelperspektive blickt man auf steile Felsenklippen, Täler, Fjorde und die weißen Sandstrände der Ingonish Bay.

Franey-Trail-3

Franey-Trail-2

Skyline-Trail-2

So viel habe ich erlebt in Nova Scotia, so viele unglaublich herzliche Menschen kennengelernt und doch war die Zeit viel zu kurz. Doch eines ist sicher, ich komme wieder! Kanada, Du und ich wir sind noch nicht fertig miteinander!


Gastbeitrag von Nina Soentgerath

Nina ist Bloggerin, ortsunabhängige Grafikerin & Illustratorin, Foodie und leidenschaftliche Köchin, Käseliebhaberin, Reisejunkie, Workaholic und süchtig nach Yoga. 6 Kontinente und 48 Länder hat sie bereits bereist, doch ist sie noch immer vom Fernweh geplagt.

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