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Washington, D.C. – Amerikas Hauptstadt

Amerika // Sehenswürdigkeiten // Städtetrip

Condor Redaktion / Reiseziele / 21. Juni 2017

Busse ziehen ihre Bahnen, eifrige Uber-Fahrer warten auf ihre Kunden und Anwälte, Richter, Kläger und Angeklagte machen sich auf den Weg in das gegenüber gelegene Courthouse. Es ist früh um 8 Uhr und ich genieße meinen „Cold Brew“ Iced Coffee auf der Terrasse des Kaffees Bayou in Arlington, unweit der Rosslyn Key Bridge gelegen. Das Wetter ist typisch für diese Region im Juni: heiß und schwül. Aber früh lässt es sich gut aushalten, besonders bei einem (amerikanischen) Eiskaffee (Kaffee mit Eiswürfeln). Ich versinke in meinen Gedanken und lasse die letzten Monate in D.C. Revue passieren. Seit September 2016 leben und arbeiten wir nun in der U.S.-amerikanischen Hauptstadt und in wenigen Wochen ziehen wir weiter. Genügend Zeit, Land und Leute kennenzulernen, hatten wir ja. Und unsere Besucher aus aller Welt wissen unsere Tipps und Ratschläge sehr zu schätzen. Ein paar unserer Lieblingsziele will ich euch nun vorstellen.

Cherry Blossom Season

Reflecting Pool


Zwischen Lincoln Memorial und dem U.S. Kapitol

Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten in D.C. befinden sich mehr oder weniger, und gut kondensiert, zwischen dem Lincoln Memorial und dem U.S. Kapitol. Logischerweise sind das die Ortschaften, welche von den meisten Touristen aufgesucht werden. Zurecht, denn hier wurde und wird Geschichte geschrieben. Hier lief einst Jenny durch den „Reflecting Pool“ Forrest Gump entgegen. Hier protestierte und protestiert Amerika und hier befinden sich Denkmäler von Menschen, die die Welt verändert haben. Am besten ihr schreibt euch einen Besuch des Kapitols auf die Agenda. Die Tickets für eine Tour sind übrigens kostenlos, müssen aber vorher reserviert werden. Nach der Tour durch das Kapitol empfiehlt sich eine Stärkung an einem der unzähligen Food Trucks, die sich entlang der Mall wie Perlen an einer Kette aufreihen. Dort gibt es alles, was das kulinarische Imbissherz höher schlagen lässt: Hot Dogs, Hamburger, Philly Cheese Steak Sandwiches, Cevice, Kebab und vieles mehr.

Lincoln Memorial

Und: wer Museen liebt, liebt Washington D.C., denn hier kosten die Museen entlang der National Mall keinen Cent. Der Eintritt ist frei und die Smithsonian Museen sind mit wenigen Ausnahmen alle sehr zentral zwischen Kapitol und Washington Monument angesiedelt. Wer also mehr über U.S.-amerikanische Geschichte lernen möchte oder wer lieber mehr über Luft- und Raumfahrt wissen möchte, wird sich über das Angebot an kostenfreien Museen in D.C. sehr freuen.

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Das Weiße Haus

White House

Das in Hollywoodfilmen wahrscheinlich am meisten in die Luft gesprengte Haus befindet sich ein paar hundert Meter nördlich vom Washington Monument. Hier befindet sich das Nervenzentrum der Vereinigten Staaten. Von hier werden Kriege gesteuert, es werden Gesetze unterschrieben oder es wird nach Herzenslust getwittert. Die Rede ist vom Haus der Häuser, dem Wohn- und Regierungssitz des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Wer sich das Weiße Haus von innen ansehen möchte, muss sich vorher eine offizielle Einladung des entsprechenden Kongressabgeordneten einholen. Als ausländischer Besucher muss man eine Einladung bei der (Deutschen) Botschaft einholen. Bitte rechtzeitig daran denken, denn hier geht bei der Bearbeitung viel Zeit verloren. Ein Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall. Denn wer hat schon die Gelegenheit, Fuß in das von Geschichte geprägte Weiße Haus zu setzen?

Mt Vernon

Mt. Vernon

Der ehemalige Landsitz des ersten Präsidenten befindet sich ein paar Kilometer außerhalb in Virginia. Mt. Vernon ist ein beeindruckendes, im Kolonialstil errichtetes Anwesen mit dem eigentlichen Herrenhaus, mehreren Nebengebäuden für Bedienstete bzw. Sklaven, viele Gärten, der Grabstätte Washingtons und einer atemberaubenden Aussicht auf den Fluss Potomac. Obwohl der Eintritt hier Geld kostet ($20 p.E.), empfiehlt sich ein Besuch auf jeden Fall, auch für Kinder. Am einfachsten ist eine Anreise mit einem Mietwagen. Wer sich keinen mieten möchte, darf auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen.


Ft. Mc Henry

„O! say can you see…“ Der Geburtsort der U.S.amerikanischen Nationalhymne ist unumstritten das vor Baltimore gelegene Fort McHenry.

In der Nacht zum 14. September 1814 wurde das damalige Militärfort von der britischen Royal Navy bombardiert, wobei es den Streitkräften der Amerikaner gelang, den Angriff der Briten abzuwehren. Die Schlacht von Baltimore bildet einen Wendepunkt im Britisch-Amerikanischen Krieg. Die Ereignisse dieser Nacht inspirierten den Amerikaner Francis Scott Key, das Gedicht „Defence of Fort McHenry“, welches später zur Nationalhymne wurde, zu schreiben. Das Fort gehört heute zum National Park Service und ist bzw. wird sehr gut erhalten. Neben dem eigentlichen Fort gibt es auch ein Museum, welches die Umstände vor und während der Nacht vorstellt. Auch hier bietet sich für die Anreise ein Mietwagen an, obwohl man auch auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreifen kann.

Ft McHenry II


Harpers Ferry

Harpers Ferry – Ausflug in die Appalachen

Harpers Ferry ist eine verschlafene Kleinstadt am Shenandoah River mitten im Dreiländereck der Staaten Maryland, Virginia und West Virginia. Die Anreise erfolgt auch hier mit dem Auto. Die Route führt durch geisterhaft wirkende, teils verlassene Ortschaften in den Bergen der Appalachen. Wer wissen möchte, wo einst die Kohle abbauende Bevölkerung lebt(e), sollte unbedingt einen Ausflug in Richtung Harpers Ferry machen. Dort angekommen erwartet einen eine historische Stadt, die ebenfalls vom National Park zum Historical Park erklärt wurde. In Harpers Ferry standen einst mehrere Waffenfabriken, die Schauplatz eines Sklavenaufstands werden sollten. Außerdem spielten besagte Fabriken eine wichtige Rolle im Amerikanischen Bürgerkrieg.


Arlington Cemetery

Der wohl berühmteste Friedhof Amerikas befindet sich fast in Sichtweite des Weißen Hauses und ist unweit des Pentagons, in Arlington, gelegen. Der Nationalfriedhof Arlington wurde 1864 errichtet und ist offen für alle Besucher. Wer schon immer John F. Kennedys Grab besuchen wollte, muss den Friedhof, auf dem jährlich über 5.000 Begräbnisse stattfinden, unbedingt besuchen. Wer dann schonmal da ist, sollte auch das Grab des unbekannten Soldaten besuchen, welches von dem 3. U.S.-Infanterieregiment bewacht wird. Die stündlich stattfindende Wachablösung ist auf jeden Fall sehenswert! Den Friedhof erreicht man übrigens ganz bequem mit der Metro (Blue Line).

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2 Kommentare

on 6. July 2017

Ich glaube das mit der Polizeigewalt ist aber nicht „typisch“. Es gibt in allen Ländern Menschen, die etwas über die Stränge schlagen und in Amerika wird das vielleicht nur sehr hoch geschaukelt. An sich gibt es dort auch sehr sehr nette Polizisten, zumindest soweit meine Erfahrungen in New York :).

on 3. July 2017

Auch wenn das ein sehr guten Beitrag ist ….ich trau mich einfach nicht Amerika. Ich finde Präsidenten und den Polizeigewalt beängstigend….



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