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Wandern auf „La Bonita“

Aktivreise // Kanaren // Wandern

Chris Peters / Reiseziele / 25. Februar 2016

Die Ureinwohner La Palmas nennen ihre Insel zu Recht “die Schöne”, denn auf der nördlichsten der Kanaren-Inseln gibt es 70 Pflanzenarten, die man sonst nirgendwo auf der Welt findet. Die Unesco zählt La Palma neben Bora Bora und Jamaica zu den drei schönsten Inseln der Welt. Wenn das nicht Grund genug ist, ihr einen Besuch abzustatten!

Wanderparadies La Palma

85.000 Menschen leben auf La Palma. Wer Ruhe und Entspannung sucht, ist hier richtig. Es gibt keine Clubs oder Diskotheken. Lediglich ein einziges Hotel. Viele – auch viele Deutsche – leben dort als Aussteiger und genießen die Natur. Nicht zuletzt, da La Palma ein Paradies für Wanderer ist.

Wer Ruhe und Entspannung sucht, ist hier richtig.

Eine der schönsten Touren:
Nationalpark „Caldera de Taburiente“

Der „Caldera de Taburiente“ ist einer der größten Erosionskrater der Welt. „Caldera“ ist das spanische Wort für „Kessel“. Die Wanderung dauert etwa sechs bis sieben Stunden. Im Frühjahr liegt auf dieser Strecke noch Schnee. Beim Laufen durch die Pinienwälder hat man einen atemberaubenden Blick aufs Gebirge. Auf dem höchsten Punkt der Insel, dem „Roque de los Muchachos“, kann man bis nach Teneriffa schauen. Die Route ist auch körperlich anspruchsvoll. Um von A nach B zu kommen, muss man schon mal knietief durch ein Flussbett waten. Am Wegesrand kann man immer wieder seltene Gewächse entdecken und tolle Bilder schießen. Seit 1954 ist das Gebiet Nationalpark.

Sehr beliebt:
Eine Drachenbaumwanderung

Eine Drachenbaumwanderung an der Westküste dauert etwa zweieinhalb Stunden und löst bei Touristen auf Grund der Vegetation große Begeisterung aus. Allen voran: die dicken, respekteinflößenden Drachenbäume.Außerdem herrscht auf gesamter Strecke freier Blick auf den Atlantik. Wenn das mal kein Grund ist, sich für diese Wanderroute zu entscheiden. Auf der Hälfte der Wanderung kann man gut einkehren. Bei Bauernbrot mit Landkäse hat man eventuell Gelegenheit mit einem Aussteiger-Paar ins Gespräch zu kommen. Vielleicht kriegt der eine oder andere dann selbst ein wenig Lust auf ein Leben auf der Insel.


Ein Muss:
Tour zum Vulkan San Antonio

Der Vulkan ist noch aktiv, allerdings ist er zuletzt 1678 ausgebrochen. Dabei wurde der hellbraune Phonolithfelsen, das Heiligtum der Ureinwohner der Insel, fast vollständig verschüttet. Heute ragt nur noch ein 20 Meter hoher Stumpf aus dem Boden. Auf dem Vulkan selber sollte man sehr vorsichtig sein, wenn man den schmalen Pfad zum Kraterrand gehen möchte. Bei Wind ist davon ganz abzuraten. Einen schönen Ausblick bietet auch die Plattform unterhalb des Kraters. Von dort aus kann man auf den weiter unten liegenden Vulkan Teneguía schauen. Es gibt viele erlebenswerte Touren auf La Palma. Wen das Wanderfieber einmal gepackt hat, der kommt noch öfter zurück nach „La Bonita“.



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2 Kommentare

on 9. June 2016

Hallo Chris,

tolle Anregungen! Hier noch zwei weitere Tipps für ausdauernde Wanderer:

Pico Bejenado:
Das ist der ausgeprägte Gipfel, der einem schon vom Strand von Tazacorte aus ins Auge sticht. Anfahrt von El Paso aus über eine ziemlich holprige Piste. Von dort in ca. 2,5 Stunden zum 1.857 Meter hohen Gipfel. Für die Anstrengung beloht wird man mit einem wunderbaren Blick in die Caldera und den Südteil der Insel.

Vulkanroute:
Die Vulkanroute vom Refugio El Pilar nach Fuencaliente ist sicherlich eine der spektakulärsten aber auch längsten und anstrengendsten Wanderungen auf La Palma. Wer nicht die ganze Strecke zurücklegen kann oder mag, kann an jeder beliebigen Stelle umkehren und zurück zum Ausgangspunkt laufen. Oder man begnügt sich mit dem ersten Gipfel, dem 1.808 Meter hohen Pico Birigoyo. Wobei „begnügen“ eigentlich der falsche Ausdruck ist.

    on 14. June 2016

    Danke für die Ergänzungen!

    Viele Grüße
    Dein Condor Team



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