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Von Namibia nach Botswana

Afrika // Aktivreise // Namibia

Gastautor / Reiseziele / 4. Januar 2017

Tiere, Natur und ein abenteuerlicher Roadtrip! Mit dem Auto von Windhoek nach Botswana!

Schon beim Einsteigen in den Flieger merke ich, dass es zu einem Reiseziel für Abenteurer geht: Das südliche Afrika! Genau genommen nach Windhoek. Oft Start- und Endziel einer Rundreise in Namibia oder wie bei mir über die Sambesi Region nach Botswana. Auch die Crew ist voller Vorfreude, da wir dem herbstlichen Regen Deutschlands ins heiße und trockene Namibia entfliehen können.

Der Flug startet mit kleiner Verspätung, was aber keinem etwas ausmacht. Wir haben gezielt den Nachtflug gewählt, um schon müde ins Flugzeug zu steigen. Kurz nach dem Start gibt es Essen, danach fallen die meisten in einen Tiefschlaf. Ich schaue mir noch einen aktuellen Film aus dem Entertainment Programm an und mache dann auch die Augen zu. Ich liebe Nachtflüge einfach, da man am nächsten Tag direkt in den Urlaub starten kann.

Rundu Campingplatz

Direkt nach Ankunft am Flughafen lassen wir unser kostenloses Visum in den Reisepass stempeln (gilt für 30 Tage), ehe wir mit unserem Gepäck zum Ausgang steuern. Denn da erwartet uns schon ein Mitarbeiter unseres Mietwagenverleihs. Wir nehmen unseren Toyota Hilux mit Dachzelt und Campingausrüstung entgegen.

Für viele geht es ab jetzt als Selbstfahrer oder mit einer organisierten Tour mindestens 14 Tage durch die Highlights in Namibia. Wir haben die große und abenteuerliche Tour gewählt: 3,5 Wochen durch Botswana.


Eine Mischung aus Luxus und Camping

Wir haben uns entschieden, nicht nur im Dachzelt zu übernachten, sondern ab und zu in schönen Lodges – die zugegebenermaßen – in Botswana sehr teuer sind. Dafür ist selbst zur Hauptreisezeit kaum etwas los.

Ab Windhoek fahren wir nördlich ins Wartenberg Plateau zu einem privaten Game Reserve, der Waterberg Wilderness Lodge. Am Tafelberg der Kalahari haben wir bei einem Game Drive sogar die Möglichkeit, auf Nashörner zu treffen! Und das zu Fuß auf wenige Meter Entfernung!

Immer wieder faszinieren mich diese vom aussterben bedrohte Tiere, die so gemütlich erscheinen, jedoch zu den gefährlichsten Arten der Welt gehören.

Rhinos


Atemberaubende Sonnenuntergänge im nördlichen Namibia

Wir fahren weiter ins nördliche Namibia zum Okavango Fluss. An der Grenze zu Angola unternehmen wir Bootsfahrten auf dem Okavango und erleben atemberaubende Sonnenuntergänge.

Gweta Sonnenuntergang

Durch den einstmals deutschen Caprivistreifen fahren wir Richtung Botswana. Doch auch hier machen wir Halt, um am Kavango Fluss Bootsfahrten und Pirschafahrten zu unternehmen. Schon hier erwarten uns große Elefantenherden – ein Markenzeichen des Chobe Nationalparks in Botswana – unserem nächsten Ziel.

Chobe Nationalpark, ein Muss für Elefantenliebhaber

In Kasane, dem Tor zum Chobe Nationalpark feiern wir den 50-jährigen Nationalfeiertag mit Einheimischen. Ehe wir an der berühmten Chobe Riverfront nicht nur riesengroße Elefantenherden sondern auch Nilpferde, Büffel, Impala und jede Menge andere Wildtiere beobachten können.

Besonders beeindruckend sind für mich trotzdem die Elefanten. Soweit das Auge reicht sehe ich die großen Dickhäuter!

Bei einem Tagesausflug erkunden wir die faszinierenden Wasserfälle Victoria Falls in Simbabwe. Auch vor einem Helikopterflug schrecken wir nicht zurück. Im Gegenteil. Auf all meinen Reisen unternehme ich Flüge, sobald sie angeboten werden. Aus der Luft sieht alles gleich ganz anders aus. Auf dem Rückweg liegt plötzlich ein Löwenrudel an der Teerstraße! Wow!

Chobe Nationalpark Elefanten


Flüge nach Namibia entdecken!

Wundervolles Savuti und Okavango Delta

Die nächsten Tage geht es über Tiefsand nach Savuti. Der Ort schlechthin, wenn man Löwen und Leoparden sehen möchte. Leider hören wir diese nur nachts laut brüllen. Am Tag entwischen sie uns immer wieder. Wir genießen die Tage und Nächte im Dachzelt unseres Autos. Vor allem die Sternenhimmel sind hier unglaublich!

Über den Moremi Nationalpark – der so ganz anders ist als die ausgetrocknete Savanne von Savuti – fahren wir nach Maun. Hier besteigen wir einen Buschflieger, um ins Okavango Delta zu gelangen. Vier Tage lang erkunden wie diese Region zu Fuß und auch zu Boot. Besonders nah am Wasser sitzt man im Mokoro – dem Einbaum. Sicher steuern wir durchs Schilf und den viel zu niedrigen Wasserstand in der Trockenzeit. Das Okavango Delta ist jetzt an vielen Stellen einfach „trockengelegt“.

Sternenhimmel

Okavango Delta Mokoro

Savuti Zebra


In Maun erholen wir uns danach, ehe wir in die Salzpfannen aufbrechen. Besonders in Erinnerung ist mir hier eine Nacht im Schlafsack unter dem Sternenhimmel der Ntwetwe Pan. Hier ist es mucksmäusschen Still. Man hört seinen eigenen Atem und der Mond hängte wie eine Laterne über uns!

Central Kalahari Game Reserve einer der trockendsten Plätze der Erde

CKGR Tiere im Schatten

Unser letztes Highlight führt uns zum Central Kalahari Game Reserve. Zur Trockenzeit herrschen hier Temperaturen über 40° Grad. Jeder Schritt ist anstrengend, doch Schweiß bildet sich kaum, denn die Luftfeuchtigkeit geht gegen 0%. Die Landschaft ist einerseits karg, ausgetrocknet und dabei doch sehr faszinierend. Tiere nutzen jeden Baum, um darunter Schatten zu finden. Sogar Giraffen finden wir sitzend im Schatten. Eine Seltenheit. Leoparden haben wir um wenige Minuten mit ihren Jungen verpasst sagt man uns am Ausgang. Einerseits schade, andererseits macht genau das den Reiz eines solchen Trips aus: Man weiß nie was als nächstes passiert und welche Tiere man sichtet.


Den letzten Tag gönnen wir uns ein klein wenig Erholung im  N/a’an ku sê Charity Lodge & Wildlife Sanctuary  außerhalb Windhoeks, ehe es am nächsten Tag – natürlich wieder mit einem Nachtflug und Condor – nach Hause geht!

Die Crew erwartet uns schon gut gelaunt am Flughafen. Ein wenig wehmütig besteigen alle den Flieger. Afrika ist immer ein besonderes Reiseziel, von dem man schwer Abschied nehmen kann. Doch wie sagt man so schön? „Wer einmal in Afrika war, kommt gerne zurück!“. Ich bin schon mehr als fünfmal zurückgekommen.

 


 

Katrin LehrGastbeitrag von Katrin Lehr

Katrin betreibt einen der meist gelesenen Reiseblogs in Deutschland. Sie steckt dich mit ihrer Reiseleidenschaft an und verrät dir dazu praktische Tipps & Tricks für Reisen. Der Fokus liegt auf ungewöhnliche Reiseerlebnisse, individuelle Reisen und Roadtrips als auch Städtereisen.

Mehr als die hälfte des Jahres entdeckt Katrin die Welt und berichtet ihren Lesern regelmäßig über ihre Erlebnisse, Tipps und Ziele für einen unvergesslichen Trip!

 

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