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Trinkgelder: eine runde Sache

Reisetipp

Christine Meisch / Tipps & Tricks / 19. August 2015

Ob im Restaurant, Taxi oder nach dem Aufenthalt im Hotel – als Zeichen der Zufriedenheit mit gutem Service gibt man gern Trinkgeld. Aber jeder kennt diese Situation: Man reist zum ersten Mal in einem fremden Land und weiß nicht, wie der Standard ist. Auf den nächsten glatten Betrag aufrunden, eine feste Summe oder bestimmte Prozente vom Preis geben? Man möchte ja nichts falsch machen … Weltweit werden Serviceleistungen durchaus unterschiedlich honoriert, wie die Beispiele aus den beliebtesten Reiseländern zeigen.

In Ägypten ist es in Restaurants durchaus üblich, 10 % Trinkgeld zu geben. Ein Blick auf die Rechnung lohnt sich: Wenn das Trinkgeld bereits im Preis enthalten ist, wird aufgerundet. Für die Zimmermädchen empfiehlt es sich, 2 Euro pro Person und Woche zu hinterlegen. Taxifahrer erhalten in der Regel kein Trinkgeld.

Reisende in der Dominikanischen Republik sollten wissen, dass Zimmermädchen oft sehr wenig verdienen. Daher empfiehlt es sich, pro Tag und Person 1 US-Dollar ins Zimmer legen. Auch der Kellner an einem All-inklusive-Buffet freut sich über 1 Dollar pro Tag, in besseren Restaurants sind 3 bis 4 Dollar pro Gast angemessen. Taxifahrer bekommen auch in der Dominikanischen Republik kein Trinkgeld.

In Griechenland kann man sich an folgende Faustregel halten: Kellner erhalten in der Regel 10 % der Rechnung, für den Zimmerservice sollte man 2,50 Euro pro Person und Woche einkalkulieren. Bei Fahrten mit dem Taxi wird der Preis am besten vorher ausgehandelt und dann aufgerundet.

Für guten Service im Hotel gibt man in Kroatien hingegen rund 13 Euro pro Woche und Zimmer – wenn man mit dem Aufenthalt zufrieden ist. Kellner freuen sich über ein Trinkgeld in Höhe von 10 % der Gesamtrechnung, im Taxi ist Trinkgeld allerdings nicht üblich.


Wer in Kuba in der Tourismusbranche arbeitet, ist ganz klar auf Trinkgelder der Gäste angewiesen. Das gilt sowohl für Hotelmitarbeiter als auch für Kellner und Reiseführer. Mit 1 CUC (rund 70 Cent) pro Person und Tag oder 10 % der Gesamtkosten liegt man grundsätzlich nicht falsch.

Spanier geben in Restaurants selten Trinkgeld und auch Taxifahrer erwarten dies nicht. Für Zimmermädchen hingegen sollten Hotelgäste aber durchaus 5 Euro pro Person und Woche einplanen.

In Thailand muss man mit großzügigem Trinkgeld tatsächlich etwas aufpassen. Das kann in Restaurants nämlich schnell als unhöflich empfunden werden. Trinkgeld in Münz-Form gilt als angemessen. Es wird gern gesehen, wenn man auf 100 Baht aufrundet (2,60 Euro). Für den Service im Hotelzimmer hinterlegt man üblicherweise 20 bis 40 Baht (70 Cent) am Tag und auf einer Taxifahrt, hält man am besten 5 bis 10 % des Preises parat.


In der Türkei verhält es sich mit dem Trinkgeld etwas anders. Nur der, der auch wirklich mit dem Service zufrieden ist, gibt etwas. Zimmermädchen bekommen gewöhnlich 1,70 Euro pro Person. Der Taxifahrer erhält 90 Cent für eine gute Fahrt.

In den USA rechnen Kellner fest mit Trinkgeld. Die Staffelung sieht wie folgt aus: Wenn man überhaupt nicht zufrieden ist, gibt man 10 %, bei ausreichendem Service 15 % und bei exzellenter Bedienung 20 %. Die Reinigungskräfte in Hotels erhalten 2 bis 3 Dollar pro Tag. In Luxushotels bekommen sie bis zu 5 Dollar. Der Taxifahrer freut sich über 10 bis 15 % des Fahrpreises.



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