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Las Vegas einmal anders: Hiking, Canyons und Camping

Las Vegas // Road Trip // USA

Chris Peters / Reiseziele / 23. Dezember 2015

Von Las Vegas in die Nationalparks

Mit einer Reportage über den Pacific Crest Trail, der im Westen der USA von der Grenze zu Mexiko bis hoch zur kanadischen Grenze führt, kamen das Fernweh und die Lust auf einen Amerika-Urlaub zurück. Spektakuläre Bilder, aber leider unmöglich, denn die über 4.000 Kilometer sind in einem normalen Urlaub nicht zu schaffen. So ein Trip würde mehr als 5 Monate dauern. Viele, viele sehnsüchtige Blicke auf die Landkarte der südwestlichen US-Bundesstaaten brachten schließlich die Idee: Nevada. Warum nicht einfach nach Las Vegas fliegen, ein, zwei Nächte das Spektakel der Stadt mitnehmen und dann ab in die Nationalparks der Umgebung? Death Valley, Grand Canyon, ein kleiner Kreuz-und-Quer-Road-Trip. Mit wenig Gepäck und so flexibel wie möglich. An den Hotspots sollten Übernachtungen auch auf Campingplätzen natürlich vorab geklärt werden.

Reise der Kontraste

Las Vegas ist irre. Einfach irre. Der Ableger von Madame Tussauds, die Wasserspiele des Bellagio Hotels, das Riesenrad mit gigantischer Aussicht, der kleine Zoo „Secret Garden” im Mirage Hotel … Wirklich cool, aber natürlich recht teuer alles, wenn man nicht beim Zocken alles wieder reinholt.
Das Kontrastprogramm fängt dann direkt vor den Toren der Stadt an.

Der Red Rock Canyon ist ein schöner Auftakt mit Picknickplätzen und Aussichtspunkten. Und wirklich gut zum Wandern. Lake Mead (ein künstlich erzeugter Stausee von 1936, der den Colorado River durch den Hoover Dam aufstaut) stand eigentlich nicht auf dem Programm, allerdings liegt an seinem nördlichen Ende das Valley of Fire – und das ist mit seinen rot glühenden Felsen ein absolutes Muss. Es gibt Formationen, die wie ein überdimensionierter Elefant (elephant rock) oder ein Bienenkorb (beehives) aussehen und indianische Felszeichnungen.



 

Ein Highlight ist natürlich der Grand Canyon. Die beste Aussicht hat man am Mather Point, Yaki, Moran und am Grandview Point. Die Schlucht selbst ist etwa 450 Kilometer lang und zwischen sechs und 30 Kilometer breit. Man muss Eintritt zahlen, wenn man mit dem Auto durch will. Am Rand des Canyons entlang kann man super gut wandern. Tipp: Wer direkt im Nationalpark übernachten möchte, muss rechtzeitig reservieren. Die Kapazitäten sind knapp und früh ausgebucht. Bei den Campingplätzen ist es unterschiedlich, teilweise kann man reservieren, bei anderen gilt das Prinzip „Wer zuerst kommt, campt zuerst“. Nicht alle sind ganzjährig geöffnet.

Last but not least soll natürlich auch das berühmte Death Valley nicht unerwähnt bleiben. Vom Grand Canyon ist das ein gutes Stück gen Westen, aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel. Auch diesen Park kann man gegen Gebühr mit dem Mietwagen befahren und es gibt günstige Campingmöglichkeiten. Ganz wichtig dabei ist aber, genug Sprit, eine funktionierende Klimaanlage und mehrere Liter Wasser zu haben. Das kann sonst echt unangenehm werden. Insgesamt ein wirklich toller Trip und auch deutlich weniger anstrengend als fünf Monate zu laufen …



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