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Dushi Curaçao! Meine Reisetipps für Curaçao

Curaçao // Karibik

Condor Redaktion / Reiseziele / 18. Januar 2019

Bòn dia, mein Name ist Miriam und ich habe mich eine Woche lang mal für Euch auf Curaçao umgesehen. Meine Erfahrungen und persönlichen Reisetipps für Curaçao verrate ich Euch hier.

Wo liegt überhaupt Curaçao?

Aber zunächst einmal ein paar Fakten, denn viele von Euch werden sich vielleicht Fragen: „Wo liegt überhaupt Curaçao? Welche Sprache wird dort gesprochen? Und wie komme ich dort hin?“ Curaçao ist eine kleine karibische Insel circa 60 km nördlich von Venezuela und bekannt als eine der ABC Inseln (Aruba – Bonaire – Curaçao). Auf Curaçao leben lediglich 160.000 Menschen, die meisten davon in und um Willemstad, welche auch die einzige wirkliche Stadt der gerademal 444 qm großen Insel ist. Curaçao gehört zu den Niederländischen Antillen und daher sind die offiziellen Landessprachen Niederländisch, Englisch und Papiamento, welches eine Mischung aus Niederländisch, Spanisch und Portugiesisch ist. Eines der meist gesprochenen Wörter ist „dushi“, dass so viel wie „nett“, „lieb“, „süß“ oder „Schatz“ bedeutet. Die Einheimischen nennen ihre Insel daher auch „dushi Kòrsou“ – meiner Meinung nach die treffendste Beschreibung für die kleine Insel….

Curacao, Meer, Karibik

Karibische Farbenvielfalt

Das erste, was mir in Willemstad auffiel waren die kunterbunten Häuser. Die Legende besagt, dass ein damaliger Gouverneur verordnete, alle Häuser bunt anzustreichen, da er aufgrund der traditionellen weißen Häuser in Kombination mit dem grellen Sonnenlicht Migräne bekam. Ganz egal jedoch, was der Grund für diese karibische Farbenvielfalt ist, es bedarf eines großen Aufwandes, um dieses einmalige Stadtbild dauerhaft zu erhalten. Wegen der salzhaltigen Meeresluft und der speziellen Bausubstanz müssen die Häuser regelmäßig neu gestrichen werden. Die Besitzer wählen zumeist eine andere Farbe für den neuen Anstrich, so dass sich das Stadtbild jedes Jahr ändert. Ist das nicht genial? Meiner Meinung nach der perfekte Ort um gemütlich bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein in einem der zahlreichen Cafés zu verweilen.

Curacao, Willemstad


Aber auch das Karibikflair kommt auf Curaçao definitiv nicht zu kurz.

Die Strände präsentieren sich äußerst vielfältig, so ist von kleinen Buchten bis hin zu weitläufigen Sandstränden alles dabei. Die Strände im Nordwesten der Insel sind ruhig und naturbelassen. Das kristallklare Wasser mit traumhafter Unterwasserwelt bietet sich hier hervorragend zum Schnorcheln oder Tauchen an. Im Südwesten rund um Willemstad sind die Strände eher erschlossen und überzeugen mit einem ausreichenden Angebot an Liegen und Sonnenschirmen, sanitären Einrichtungen, Wassersportaktivitäten sowie gute Musik und leckeres Essen in den verschiedenen Beach Clubs. Die großzügig angelegten Resorts am Meer locken mit palmengesäumten Strandabschnitten und Pool-Landschaften mit Infinity-Charakter. Für alle die es eher ruhiger und gemütlicher mögen empfehle ich eines der vielen kleineren Boutiquehotels in und um Willemstad, die durch ihren individuellen Charme bezaubern.

Curacao, Pool, Meer

Aber nun zu meinen Reisetipps für Curaçao…

Der Christoffelpark

Im Nordwesten der Insel liegt Curaçao’s größter Nationalpark – der Christoffelpark. Hier ragt mit 375 Meter Curaçao’s größte Erhebung in den Himmel – der Sint Christoffel. Für alle aktiven Urlauber ist das definitiv einen Ausflug wert. Der Sint Christoffel kann entweder mit einer geführten Tour oder auch alleine bestiegen werden. Doch lasst Euch gesagt sein, diese 375 m haben es wirklich in sich! Bei dem rund eineinhalbstündigen Aufstieg zum Gipfel mit richtigem Kletterspaß, kommt man aufgrund des Klimas ordentlich ins Schwitzen. Daher sollte die Klettertour auch nur an den frühen Morgenstunden begonnen werden. Oben angekommen wird man mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Wer also Lust auf ein wenig Abenteuer mit Kletterspaß hat, dem kann ich einen Ausflug zum Sint Christoffel sehr empfehlen!

Curacao, Christoffel Nationalpark

Yoga auf dem Wasser

Sportlich geht es weiter mit einer morgendlichen Yogastunde auf dem SUP-Board mit Liberty Suares. Bei dieser neuen Form des Trainierens wird die Yogamatte gegen ein sogenanntes Stand-Up-Paddling-Board getauscht. Dieses ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Surfbrett breiter und liegt stabiler im Wasser. Doch der mehr oder weniger starke Wellengang kann auch für erfahrene Yogis zur echten Herausforderung werden. Aber letztendlich geht es ja beim Yoga darum „seine (innere) Balance zu finden“. Das Yoga auf dem SUP-Board wird zunächst mit entspannenden Atemübungen begonnen, darauf folgt der Wechsel in verschiedene Körperstellungen und schließlich eine Phase der Tiefenentspannung. Alle Übungen sind auf dem SUP-Board wesentlich intensiver als an Land und damit man nicht ungewollt ins Wasser platscht, sind vor allem Konzentration und Körperspannung erforderlich. Teilnehmen kann eigentlich jeder und das Training verspricht Fitness, Spaß und Entspannung pur bei Meeresrauschen und Sonnenschein.

Curacao, SUP Yoga, Wassersport

Mein Fazit: eine tolle Erfahrung, viel Spaß und eine geniale Möglichkeit, um ausgeglichen in den Tag zu starten.

Willemstad

Gemütlich und kulturell geht es weiter mit einer Entdeckungstour durch die verschiedenen Viertel in Willemstad. Wir beginnen in dem Geschäftsviertel Punda. Hier kann man nach Herzenslust shoppen, Souvenirs für Freunde und Familie kaufen oder in einem der kleinen Cafés dem Treiben der Stadt zuschauen. Empfehlenswert ist hier auch ein Abstecher zum „Floating Market“, an dem Fischer ihre frisch gefangenen Fische direkt von kleinen Booten anbieten. Weiter geht es nach Otrobanda, welches „die andere Seite“ in Papiamento bedeutet. Das Viertel liegt gegenüber von Punda auf der anderen Seite der Sint Anna Bucht und kann durch das Überqueren der der Königin-Emma-Brücke erreicht werden. Die Brücke hat keine feste Uferverbindung, sondern kann von Otrabanda aus an das Ufer gedreht werden, um eine Durchfahrt für die Schiffe zu ermöglichen. Daher kommt auch ihr Spitzname „Swinging Old Lady“. Aber aufgepasst,
wenn Schiffe in den Hafen Ein- oder Auslaufen öffnet sich diese Fußgängerbrücke und man kommt im Zweifel erst nach einer halben Stunde von ihr wieder runter. Solange kann man jedoch den Ausblick auf die beiden Uferpromenaden von Punda und Otrobanda genießen.

Meine Restauranttipps für Willemstad


Punda, Otrobanda und Pietermaai

Zusammen bilden die beiden Viertel die Innenstadt von Willemstad. Otrobanda galt früher als eher ärmeres Stadtviertel und auch heute noch sieht man an einigen Ecken alte verlassene und teils zerfallene Häuserruinen. Diese nutzen jedoch viele junge Künstler, um sich dort zu verewigen und dem Viertel mit viel bunter Farbe neues Leben einzuhauchen. Auch Pietermaai ist eine lebhafte und künstlerische Gegend. Hier treffen sich junge Einheimische sowie Touristen in angesagten Cafes, leckeren Restaurants mit Meerblick, kleinen modernen Galerien oder trendigen Bars, die man wohl eher in Berlin oder Amsterdam vermuten würde. Alle drei Viertel eignen sich mit ihren schmalen Gassen und die vielen kleinen versteckten Kunstwerke an den Häuserfassaden hervorragend für Entdeckungstouren am Tag.

Schnorcheln am Playa Grandi

Eines meiner absoluten Highlights war der Schnorchelausflug am Playa Grandi. Die Bucht im Nordwesten der Insel hat einen kleinen nicht touristischen Strand an dem täglich eine Vielzahl von Fischerbooten anlegen. Die Fischer nehmen ihre gefangenen Fische direkt vor Ort aus und schmeißen die Überreste dort wieder zurück ins Wasser. Für manch einen mag dies nun eklig erscheinen, aber dies hat zur Folge, dass man hier garantiert jeden Tag eine Vielzahl von Meeresschildkröten zu Gesicht bekommt. Diese kommen nämlich täglich in die Bucht, um die Fischüberreste zu fressen oder im seichten Wasser ein Schläfchen einzunehmen. Wer hier also schnorcheln geht, hat garantiert die Möglichkeit diese wundervollen Kreaturen hautnah und in freier Wildbahn zu erleben. Da die Meeresschildkröten hier unter strengem Naturschutz stehen ist es daher jedoch nicht erlaubt sie anzufassen. Alle sind mit einem Transponder ausgestattet und manche von ihnen haben sogar einen eigenen Namen. Auch Nichtschwimmer haben hier die Möglichkeit die Schildkröten vom Steg aus zu beobachten, wenn sie an der Oberfläche auftauchen um Luft zu holen.

Curacao, tauchen, schnorcheln, Meeresschildkroete

Ausflug nach Klein Curaçao

Nach einer circa zweistündigen Fahrt mit dem Katamaran oder wahlweise mit einem Boot erreicht man von Curacao aus am frühen Morgen die kleine unbewohnte Nachbarinsel „Klein Curaçao“ und damit den längsten weißen Sandstrand der Karibikinsel. Bei Ankunft begeistert die herrliche Aussicht auf den endlosen weißen Sandstrand mit traumhaftem türkisen Meerwasser. Um das kleine Paradies letztendlich zu erreichen, muss man dann auch gleich vom Boot aus in das kristallklare Wasser steigen und die letzten Meter zur Insel schwimmen. Die persönlichen Strandutensilien werden von der Crew mit einem kleinen Motorboot an Land gebracht.

Curacao, Klein Curacao, Strand, Meer

Da Klein Curacao unbewohnt ist trifft man in der Regel nicht auf mehr Menschen als diejenigen, die mit einem zuvor an Bord gewesen sind. Auf der Insel gibt es neben der paradiesischen Aussicht auch einiges zu entdecken. Ein alter Leuchtturm und ein riesiges Schiffswrack bieten sich für eine Erkundungstour an Land an. Mein persönliches Highlight war allerdings wieder die Unterwasserwelt, die sich mit dem Schnorchel hervorragend erkunden lässt. Und auch hier kann man neben einer Vielfalt von Fischen und Korallen auch wieder auf Meeresschildkröten treffen. Zum Mittag ging es zurück an Bord, wo es von der Crew ein lecker zubereitetes Barbecue gibt. Am Nachmittag segelt man dann entspannt mit guter Musik und Cocktails zurück auf die Hauptinsel. Um es auf den Punkt zu bringen: Klein Curaçao ist Karibikfeeling pur und ein absolutes Must-Do!

Also vorauf wartet ihr noch? Pakt euren Bikini und die Badehose ein und verbringt den deutschen kalt-nassen Winter lieber bei angenehmen 30°C, strahlendem Sonnenschein und einer leichten Meeresbrise auf der kleinen Karibikinsel Curaçao! Ich verspreche euch, es lohnt sich! Abschließend kann ich nur sagen: „MI STIMA KÒRSOU y MASHA DANKI CONDOR & CURAÇAO TB für diese wunderbare Reise!“


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