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Ein kleiner Mikrokosmos im Indischen Ozean

Afrika // Kulinarik // Mauritius

Gastautor / Reiseziele / 1. Februar 2017

Flüge nach Mauritius

Mauritius

Der Winter in Deutschland ist kalt und ungemütlich. Da wünscht man sich doch schnell das Meer, die Sonne und im besten Fall noch Palmen her. Wo soll die Reise also hingehen? Kanaren? Dominikanische Republik? Florida oder doch lieber Thailand?

Ich entschied mich kurzer Hand für Mauritius. Mal etwas ganz anderes eben! Und von guten Freunden hatte ich erfahren, dass es auf der Insel gar nicht so teuer sei, wie es immer alle vermuten. Gesagt! Getan!

Von München aus startete ich nonstop meine Reise gen Süden. Je näher wir dem Indischen Ozean kamen, desto mehr freute ich mich auf die kommenden 10 Tage. Einfach mal die Winterklamotten im Schrank lassen und stattdessen Flipflops, kurze Hose, Sonnenbrille und Shorts – perfekte Voraussetzungen für einen vorzeitigen Sommer!

1. Flic en Flac

Ich war erstaunt, wie gut die Straßen hier auf Mauritius ausgebaut sind. Über die Schnellstraße erreichte ich schon nach knapp 40 Minuten mein Ziel: Flic en Flac. Man sah zwar überall Touristen und Urlauber, dennoch wirkte es nicht überlaufen. Vermutlich ist Mauritius noch immer ein sehr exklusives Reiseziel, was nicht jeder bei der Urlaubsplanung direkt auf dem Schirm hat.

Am Strand konnte man ungehindert ein ruhiges Plätzchen finden. Das Gute daran: alle Strände auf der Insel sind öffentlich und so kann man sich selbst vor eines der Luxus-Resorts in den Sand legen. Wenn man zudem die Küste etwas entlang spaziert, findet man immer wieder schöne Orte zum Verweilen. Je weiter man in Richtung Süden schlendert, desto besser lässt sich aus der weiten Entfernung der „Le Marne Brabant“ (einer der vielen Berge auf der Insel) entdecken.

FlicenFlac_Strand

2. Port Louis

In den folgenden Tagen erkundete ich die Insel ganz individuell mit meinem Mietwagen. Ich wollte nicht nur faul am Strand liegen sondern die Zeit sinnvoll nutzen. Zuerst ging es in die Hauptstadt Port Louis. Hier wollte ich mir das rege und bunte Treiben etwas genauer anschauen.

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Ein beliebtes Ausflugsziel in Port Louis ist der Central Market, welcher 1840 gegründet wurde. Es wird begutachtet, gefeilscht und verhandelt. Hier trifft man auf alle Gerüche, Farben und Menschen der Insel. Ob Gemüse, Gewürze, Kleidung, Seidenstoffe, Souvenirs, Obst oder einheimische Gerichte – hier findet wohl jeder etwas.

Port-Louis-Markt

Bei einem leckeren Café schlenderte ich über die schöne Boulevard-Straße am Hafen. Über mir hunderte bunter Regenschirme, welche über den Köpfen der Passanten angebracht wurden. Ein wirklich hübscher Anblick.

Port-Louis-Waterfront

3. Trou aux Biches & Grand Bay

Das Gute an einem Mietwagen ist ja, dass man unkompliziert und bequem von A nach B kommt. Und so brachte mich mein kleiner Flitzer auch zu vielen Traumstränden. Ich begann meine Reise weiter oben an der Westküste. Bei all den Stränden kann man auch schon einmal den Überblick verlieren.

Einer der schönsten und vor allem längsten Strände ist ohne Zweifel „Trou aux Biches“. Überall gibt es Schatten spendende Palmen und zudem ein vorgelagertes Korallenriff. Hin und wieder trifft man auf kleine Imbiss-Buden, wo man günstig eine Kleinigkeit zum Essen bekommt. Wer etwas unternehmen möchte, kann sich zwischen Windsurfen, Stand-Up-Paddling, Wake Boarding oder Schnorcheln entscheiden.

TrouAuxBichesStrand1

Die reizvolle Bucht „Grand Baie“ nördlich von Trou aux Biches ist ein beliebter Ort bei Urlaubern. Hier findet man Restaurants, kleinere Boutiquen (Sunset Boulevard), Cafés und Hotelanlagen. Auch bis zur nächsten Schopping-Mall ist es nicht weit. Die gesamte Bucht erstreckt sich zwischen Pointe aux Canonniers und dem Örtchen Péreybére. Man nennt diese Gegend auch „Côte d’Azur im Indischen Ozean“.

GrandBayStrand

Kleiner Geheimtipp: Nur wenige Kilometer von Port Louis entfernt in Richtung Norden findet man die Turtle Bay. Diese kleine Bucht besticht durch kristallklares Wasser, feinen Sandstrand und ganz viel Ruhe!

4. Black River Gorges National Park

Genug Strand und Meer. Nun wollte ich noch mehr von der Insel sehen. Mit meinem Auto machte ich mich auf den Weg zum Black River Gorges National Park. Hier findet man tolle Aussichtspunkte und vor allem unzählige Wasserfälle. Vom Gorges View Point aus hat man eine wunderschöne Sicht auf die Berglandschaft. Gleich auf der rechten Seite kann man aus weiter Ferne schon den ersten Wasserfall hören und sehen.

GorgesViewPoint

Anschließen fuhr ich in Richtung „Terres de Couleurs“. Dort befindet sich nämlich eine viel besuchte Attraktion der Insel – die farbige Erde. Doch vorher entdecke ich noch einen weiteren Wasserfall. Der „Chamarel Waterfall“ ist auf jeden Fall einer der schönsten auf der Insel.

ChamarelWaterfall

Ich machte ein paar Fotos und fuhr weiter zum „Terres de Couleurs“. Hier erkundigte ich mich zu den Hintergründen dieses Naturspektakels. ich erfuhr, dass die farbige Erde vermutlich mit dem vulkanischen Ursprung, der Lava- und Mineralablagerungen zu tun hat. Vor allem bei Sonnenschein und Morgenlicht entfalten sich die vielen Farben ganz besonders schön. Da es hier auch ein kleines Café gibt, nutzte ich die Zeit für eine kurze Pause.

TerresCouleurs

Der gesamte Nationalpark ist ein perfektes Ausflugsziel für Naturliebhaber und Wanderfreunde. Mehrere Wanderwege führen quer durch den Park zu vielen Aussichtspunkten, Wasserfällen, und Bächen. Man sollte sich einen ganzen Tag Zeit dafür nehmen um nicht in Eile zu geraten. Weiterhin empfehlenswert: die Besteigung eines Berges! Am beliebtesten sind: Tourelle de Tamarin, Le Morne Brabant und der höchste Berg der Insel, Le Pouce.

5. Le Morne Beach & Le Morne Brabant

Ganz im Süden befindet sich der „Le Morne Brabant“, der auffälligste Felskoloss der gesamten Insel. Wenn man mal nach „Mauritius“ googelt, dann stößt man unweigerlich immer wieder auf das gleiche Fotomotiv. Und auf diesem Motiv sieht man fast immer den Le Morne Berg. Hier am Südwestzipfel findet man zahlreiche Resorts, Restaurants und Kasinos.

Der grün überwucherte Tafelberg (556m) erhebt sich unverkennbar auf der Halbinsel und riegelt die Ferienanlagen fast gänzlich vom Hinterland ab. Es gibt aber eine kleine Zufahrtsstraße zum Meer, von welcher aus man zum wunderschönen Strand kommt. Vor allem unter der Woche ist der Strand nahezu ausgestorben.

LeMorneBeach

6. Blue Bay und Île des Deux Cocos

Diese kleine Bucht befindet sich ganz im Südosten von Mauritius. Ich fuhr entlang der Küstenstraße „Pointe d’Esny“ und spürte die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Während sich Zuhause alle über die Kälte und den Schnee ärgerten, genoss ich das wundervolle Flair im „ewigen Sommer“ auf Mauritius.

BlueBayBeach

Unweit der Blue Bay befindet sich das winzig kleine Eiland „Île des Deux Cocos“. In diesem Marinepark findet man die am besten erhaltenen und farbenprächtigsten Korallenbänke der Insel. In der Blue Bay findet man schnell ein kleines Boot, welches einen dorthin bringen kann.

7. Ausflug zur Île aux Cerfs

Und wenn man am Ende immer noch nicht genug von Traumstränden, wunderschönen Wäldern und zahlreichen Aktivitäten hat, lohnt sich ein Trip zur „Île aux Cerfs“. Mit den Booten kann man von „Trou d’Eau Douce“ starten. Eine einfache Fahrt mit einem normalen Holzboot kostet im Schnitt circa 5-6€. Bis zur Insel sind es dann nur ungefähr 10 bis 15 Minuten.

IleAuxCerfs

Und genau damit endete für mich der perfekte Urlaub auf Mauritius. Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Menschen sehr freundlich sind und ich mich stets sicher gefühlt habe. Wer nicht unbedingt in einem Luxus-Resort übernachten muss, der findet vor Ort viele günstige Zimmer und Apartments (ab 20€ die Nacht).

Hier im „ewigen Sommer“ auf Mauritius kann man den Winter in Deutschland hinter sich lassen und einfach mal für ein bis zwei Wochen komplett abschalten und in eine neue Kultur eintauchen!

 


Gastbeitrag von Hagen Föhr

Hagen schreibt bei Reiseuhu, einem der beliebtesten Reiseschnäppchenblogs in Deutschland, täglich über Urlaubsdeals, Error Fares und Städtetrips. Der Fokus liegt immer auf ausgefallenen Angeboten und einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis für die Leser.

Aus akutem Fernweh und der Freude am Recherchieren günstiger Flüge entstanden, ist Reiseuhu heute tägliche Anlaufstelle für tausende Reisefreaks in ganz Deutschland.

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