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Ein Tag in … Anchorage

Alaska // Reisetipp // Sehenswürdigkeiten

Gastautor / Reiseziele / 5. Oktober 2016

(ein Gastbeitrag von Freya)

Als Flugbegleiterin hat man oft nicht viel Zeit am Zielort. Das führt dazu, dass man möglichst viele Dinge in einen einzigen Tag oder sogar in nur wenige Stunden packen muss. Unter diesen Umständen wird man relativ schnell zur Tagestrip-Expertin und schafft es in kürzester Zeit, eine ganze Stadt zu erkunden. In meiner neuen Beitragsserie „Ein Tag in …“ möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen. Heute geht es um die malerische Landschaft im südlichen Zentralalaska.

Traumhafte Natur rund um Anchorage

Natur satt: Alaska

Natur satt: Alaska

Manchmal steige ich aus dem Flugzeug und bin erst einmal sprachlos. Es dauert meistens ein paar Minuten, bis ich realisiere, dass ich in einem völlig anderen und mir völlig fremden Land auf einem weit entfernten Kontinent bin. Besonders überwältigt war ich, als ich mich eines Abends am Flughafen von Anchorage wiederfand. Kilometerlanges Nichts gefolgt von einsamen Bergen, Seen und Wiesen. Wie so oft hatte ich nur einen ganzen Tag dort zur Verfügung und mir war sofort klar: Ich muss raus in die Natur.

Wie immer nach Flugreisen in den Westen, war ich sehr früh wach. Die Sonne stand bereits früh am Morgen hoch am Himmel, denn es war Sommersonnenwende. In Alaska wird es dann so gut wie gar nicht dunkel. Nach einem ausgiebigen Frühstück mit den Kollegen machte ich mich über den Coastal Trail auf den Weg zum Bahnhof. Anchorage ist mit fast 300.000 Einwohnern die mit Abstand größte Stadt in Alaska und obwohl es eine Großstadt ist, wird man bereits hier Augenzeuge der überwältigenden umliegenden Landschaft. Hohe Berge und das Wasser des Knik Arm bieten eine unvergessliche Atmosphäre.

Flüge nach Anchorage finden!

Mit der Alaska Railroad zum Spencers Glacier

Alaska Railroad

Alaska Railroad

Ich buchte spontan ein Ticket für den Zug der Alaska Railroad Eisenbahngesellschaft nach Spencer, um an einer geführten Gletschertour zum Spencers Glacier teilzunehmen. Nach einigen Stunden dort würde der Zug mich am gleichen Tag wieder zurück nach Anchorage bringen. Die einfache Zugfahrt nach Spencer dauert circa vier Stunden, mit einem Aufenthalt dort von drei Stunden ist man insgesamt 11 Stunden unterwegs. Das hört sich natürlich lange an, aber es ist einfach unbeschreiblich schön. Man bekommt eine Erlebnisfahrt à la Hogwarts-Express durch die atemberaubende Natur Alaskas und mit etwas Glück kann man auch Wildtiere beobachten. Wenn man möchte, kann man die letzten Stationen mit einem Bus abkürzen, dadurch ist man etwas eher wieder in Anchorage. Die Kosten für die komplette Tour belaufen sich auf 119 Dollar (Stand August 2016).

 

Gletschertour in Alaska: zum Spencers Glacier

Gletschertour in Alaska: zum Spencers Glacier

Im Zug, wo man die auch die Möglichkeit hat etwas zu essen, ist das Personal wirklich ausgesprochen freundlich. Ich war – wie so oft – alleine unterwegs und habe viele, tolle Bekanntschaften auf meiner kleinen Reise durch Alaska machen dürfen. Es gab eigentlich immer jemanden zum Quatschen und Alleinreisende brauchen sich absolut keine Sorgen zu machen. Wer noch etwas früher aufstehen möchte, dem empfehle ich die noch längere Tour nach Seward mit einer integrierten Gletscher-Bootstour, das werde ich definitiv bei meinem nächsten Besuch in Anchorage buchen.

 

 

 

 

 


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