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Die 5 häufigsten Fragen an eine Flugbegleiterin

Crew // Verhalten im Flugzeug

Condor Redaktion / Hinter den Kulissen / 24. Mai 2017

Um den Beruf des Flugbegleiters oder auch um das Fliegen allgemein ranken viele Mysterien und umso mehr Fragen- es bleibt einfach ein spannendes Thema. Egal ob in der Freizeit oder an Bord bei der Arbeit – wir bekommen von Freunden oder Passagieren eine Menge Fragen gestellt und einige kommen besonders häufig vor. Vielleicht habt ihr euch selbst schon über die eine oder andere Sache gewundert. Hier kommen die häufigsten Fragen, die ich regelmäßig zum Thema Flugbegleiterin gestellt bekomme und natrülich auch meine Antworten dazu:

  1. Wie wird man eigentlich Flugbegleiter?

Wie bei jedem anderen Beruf muss man sich schriftlich bewerben. Auf unserer Homepage findet ihr aktuelle Stellenausschreibungen für Jobs in der Luft oder am Boden: https://www.condor.com/de/unternehmen/jobs-karriere/stellenangebote-bewerbung.jsp

Ich habe mich vor genau vier Jahren online beworben und wurde dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Ich hatte danach ein wirklich gutes Gefühl und freute mich riesig, als dann die Email mit einer Zusage, dass das Bewerbungsverfahren erfolgreich verlaufen ist, in mein Postfach flatterte. Kurz darauf begann ich einen zweimonatigen Lehrgang in Frankfurt. Der Lehrgang um Flugbegleiter zu werden unterscheidet sich von Airline zu Airline. Generell lässt sich sagen, dass man auf alle möglichen Situationen vorbereitet wird, die an Bord passieren können. Wir durchliefen ein intensives Sicherheitstraining, waren bei der Flughafenfeuerwehr zum Feuer löschen und selbstverständlich war auch Erste Hilfe und Service ein wichtiger Teil unseres Lehrgangs. Nachdem wir das alles in der Theorie durchgegangen hatten, ging es darum das Gelernte in die Praxis umzusetzen. Auf zwei Flügen waren wir als zusätzliches Crewmitglied dabei, durften uns alles anschauen und das erste Mal mitarbeiten. Der Kurs endete mit einem Abschlussbriefing bei dem noch einmal unser Wissen auf die Probe gestellt wurde. Im Anschluss daran erhielten wir unsere Flugspange- wir hatten den Lehrgang erfolgreich absolviert und nun ging es für uns endlich auf Strecke hinaus in die weite Welt. Ein Traum ging in Erfüllung: Ab nun Flugbegleiter bei Condor sein.

In diesem Interview mit Servicetrainerin und Purserette Nadine Behr erfahrt ihr noch mehr über den Ablauf der Flugbegleiter-Ausbildung bei Condor.

  1. Fliegt ihr direkt wieder zurück oder habt ihr auch Aufenthalt vor Ort?

Diese Frage wird man häufig von den aussteigenden Passagieren an der Zieldestination gefragt. Es ist lustig, dass häufig nach einem kurzen Flug von 2-3 Stunden angenommen wird, dass wir auch Zeit vor Ort verbringen. Nach einem Langstreckenflug von 10 Stunden wiederum viele aber überrascht reagieren, dass es nicht gleich wieder für uns nach Hause geht.

Generell arbeiten wir auf Kurz-und Mittelstrecke zwei „Legs“, dass heißt es geht beispielsweise für uns von Frankfurt nach Las Palmas auf die Kanaren und nach einer kurzen Bodenzeit wieder zurück nach Frankfurt. Bei Langstreckenflügen ist es jedoch anders. Wir steigen ebenfalls aus und werden vor Ort ins Hotel gebracht. Eine andere Crew übernimmt den Flieger und fliegt mit den neuen Passagieren zurück. Je nachdem wie oft diese Destination angeflogen wird haben wir dort zwischen 12 Stunden und einer Woche Zeit. Im Durchschnitt würde ich aber sagen, dass wir ca. 2-3 Tage auf Langstrecke frei haben. Das ist meistens genug Zeit um sich einen ersten Eindruck zu machen und gerne unternehmen wir als Crew etwas gemeinsam und gehen zusammen auf Erkundungstour.

Übrigens bekommen wir das Hotel von der Airline gestellt und bekommen Spesen um uns zu verpflegen.

Sonnegenießen

Kurz die Sonne genießen :)


  1. Fliegt ihr als Flugbegleiter privat umsonst? Und fliegt man dann eigentlich noch selbst in den Urlaub?

Umsonst fliegen Airline-Mitarbeiter in Deutschland schon lange nicht mehr. Wir haben aber die Möglichkeit stark vergünstigte Flugtickets mit der eigenen Airline oder mit Fluggesellschaften mit denen ein Abkommen besteht zu erwerben. Der große Vorteil ist, dass diese Preise dafür fest sind und man nicht im Voraus buchen muss. Am Flughafen spontan entscheiden wo man hinfliegen möchte und dann noch schnell ein Ticket kaufen und dann kann die Reise in die Ferne auch schon losgehen. Ein Nachteil dieser Tickets ist aber, dass man meist „Standby“ gebucht ist, das heißt wenn das Flugzeug ausgebucht ist, kann es schon einmal vorkommen, dass man nicht mitfliegen kann und sein Glück auf dem nächsten Flug probieren muss.

Viele verbringen übrigens ihren Urlaub gerne daheim bei Familie und Freunden, wenn man beruflich  schon viel unterwegs ist. Manchmal siegt aber das Fernweh und dann freuen wir uns auch mal als Passagier fliegen zu können und die Möglichkeit auszunutzen neue Destinationen kennenzulernen.

  1. Kann man den Beruf mit dem Privatleben vereinbaren, eine Familie gründen?

Dem Thema stehen viele mit Skepsis gegenüber. Lassen sich der Beruf und das Privat- oder Familienleben wirklich vereinbaren?  Und ja, es ist definitiv möglich. Wir haben eine vorgeschriebene Zahl an freien Tagen, die uns im Monat zu Hause zu stehen müssen und haben selbst Einfluss auf unseren Dienstplan, in dem wir uns freie Tage selbst legen können und uns Flüge requesten, dh. wünschen dürfen. Es ist machbar an den meisten Familienfeiern und Geburtstagen dabei zu sein, aber es braucht schon ein bisschen Eigeninitiative und man muss dies länger im Voraus planen. Auch das Familienleben lässt sich mit der Fliegerei vereinbaren und ich habe selbst in diesem Beruf schon viele Mütter und Väter getroffen, bei denen es wunderbar klappt. Zum Glück haben wir viele unterschiedliche Teilzeitmodelle zur Verfügung und können so bestimmen, wie viel wir fliegen wollen. Und was man auch nicht vergessen darf, ist dass man keine Arbeit mit nach Hause nimmt. Wenn wir gelandet sind und alle Passagiere ausgestiegen sind, ist auch unser Arbeitstag zu Ende.

  1. Fliegst du lieber Kurz-und Mittelstrecke oder Langstrecke und was ist dein Lieblingsziel?

Persönlich bevorzuge ich die Langstrecke, weil ich es liebe am Ende eines Fluges an einer fremden Destination auszusteigen und zusammen mit meinen Kollegen auf Erkundungstour zu gehen. Safari in Afrika, wandern in Kanada oder sich an einem Traumstrand in der Karibik  sonnen- ich glaube kaum ein anderer Beruf bietet diese Möglichkeiten. Condor fliegt die schönsten Ziele weltweit an und ich bin unglaublich dankbar für die Möglichkeit diese im Layover entdecken zu dürfen. Umso schwerer ist es sich auf ein Lieblingsziel festzulegen, aber ich muss sagen, dass ich es liebe nach Kapstadt zu fliegen. Diese Stadt hat einfach alles: atemberaubende Natur, wunderschöne Strände, leckeres Essen und ein einzigartiges Lebensgefühl.

Kapstadt

Habt ihr diese Fragen auch schon gestellt oder fehlt eure Frage noch? Schreibt gerne in die Kommentare, wenn euch noch etwas fehlt. Nächste Woche stelle euch dann noch die 5 häufigsten Fragen zum Thema Fliegen vor.


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5 Kommentare

on 24. November 2017

Meine kleine Schwester hat sich als Traumberuf auch Stewardes ausgesucht. Wie sind den die Chancen angenommen zu werden. Habe mal gehört der Beruf ist total überlaufen. In Fremdsprachen ist sie perfekt .

on 5. September 2017

Liebes Condor-Team,

ist bereits absehbar wann Condor wieder Flugbegleiter und Flugbegleiterinnen in Frankfurt ausbilden wird ?

Liebe Grüße

Flora

    Condor
    on 12. September 2017

    Hi Flora,

    nächstes Jahr werden wir wieder Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter in Frankfurt ausbilden. Ein genauerer Zeitpunkt ist aber leider noch nicht absehbar.

    Viele Grüße,
    Dein Condor Team

on 31. August 2017

Wir fliegen mit Condor im Januar auf die Dom Rep. Ich suche das Einreiseformular, welches man vorher ausfüllen muss.
Wo finde ich das im Internet oder auch bei Condor?
Freundliche Grüße

Harald Schneider



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