Condor Wir lieben Fliegen.

Kinder sind unsere Zukunft  

Als Ferienfluggesellschaft, die Familien mit ihrem Nachwuchs Tag für Tag in die Sonne fliegt, ist es uns ein besonderes Anliegen, auch für solche Kinder da zu sein, die im Schatten stehen. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Condor unterstützen schon seit Jahren unterschiedliche Kinder- und Jugendprojekte in unseren weltweiten Zielgebieten. Hierzu zählen beispielsweise Spendensammlungen für ein Kinderheim in Varadero (Kuba) sowie die Mithilfe bei der Ausbildung von Feuerwehrkräften in Kenia, beim Aufbau eines Waisenhauses in Kenia und bei der Betreuung eines Kinderdorfes in Brasilien.

„Blue Bell“ Kindergarten und Vorschule in Mtwapa/Kenia

Seit Oktober 2006 ist der „Blue Bell“ Kindergarten ein Förderprojekt von HelpAlliance – ins Leben gerufen von Birgit Rusche (Condor) und Kerstin Auersch (Lufthansa). Beide stellten den Projektantrag im September 2006 aus dem Wunsch heraus, sich intensiv und langfristig für die Betreuung und Bildung der Kinder zu engagieren.

46 Kinder im Alter von zwei bis acht Jahren wurden damals im „Blue Bell“ betreut und unterrichtet. In nur acht Monaten wuchs die Einrichtung auf die fast doppelte Anzahl von Kindern. Daher begann bereits im Sommer 2007 die Suche nach einem neuen, größeren Grundstück.

Im Dezember 2007 gelang es Leiterin Grace Mutunga, ein geeignetes, circa 1000qm großes Grundstück zu finden. Es stand nur ein kleines Haus darauf, das heute als Lehrerbüro dient. Innerhalb von zwei Wochen ließ Grace Mutunga dank der finanziellen Unterstützung eine Schulbaracke und zwei Toiletten errichten. In der ersten Januarwoche 2008 konnten Betreuung und Unterricht somit pünktlich wieder aufgenommen werden (in Kenia beginnt das Schuljahr mit dem neuen Kalenderjahr im Januar und umfasst drei Terms: 1. Term Januar–März; April ist Ferienmonat; 2. Term Mai–Juli; August ist Ferienmonat; 3. Term September–November; Dezember ist Ferienmonat).

Besonders wichtig beim Ausbau des neuen „Blue Bell“ Kindergartens waren Hygiene und Wasserversorgung für die Kinder. Vom Besitzer des Grundstücks gab es keine Genehmigung für einen Brunnenbau. So entstand im Mai 2008 die Alternatividee, Wassertanks zu errichten, um in der Regenzeit das Regenwasser auffangen zu können. Zwei 4000 Liter Tanks mit Regenzulaufleitungen wurden gekauft.

In den Jahren 2008 und 2009 stieg die Anzahl der Kindergarten- und Vorschulkinder stetig an, und Grace Mutunga stellte weitere ausgebildete Betreuerinnen ein. Dazu wurden die Erweiterung der Gebäude, der Ausbau der Toiletten, Möbel für die Klassenzimmer, Schaukeln und Rutsche für das Außengelände finanziert.

Heute werden in dem Kindergarten und Schulprojekt 198 Kinder von sieben zertifizierten Betreuerinnen für „Early Childhood Education“ und drei Lehrern betreut. Es gibt acht Klassenzimmer – aber das Grundstück ist schon wieder zu klein. Noch in diesem Jahr sollen die kleine Küche ausgebaut und ein neuer, moderner Herd angeschafft werden. Die Hauptaufgabe wird aber die Suche nach einem neuen, größeren Grundstück zur Miete oder zum Kauf sein.

Ein zweiter Projektantrag wurde Anfang März 2011 vom HelpAlliance Vorstand bewilligt. Der Ausbau der Küche und eine Erweiterung der Toiletten können jetzt mit 7000 Euro unterstützt werden. Der Toilettentrakt ist bereits im April ausgebaut worden. Die Suche nach einem größeren Grundstück bleibt allerdings schwierig, da die Grundstücks- und Besitzverhältnisse im Gebiet Mtwapa größtenteils ungeklärt sind.

Kinderdorf Guarabira (Brasilien)

Condor Pate: Roy Martin Heron, Condor Verkehrszentrale

Gründer des Kinderdorfes ist Pater Gerd Brandstetter, der sich vor 21 Jahren als Gefängnisseelsorger um ein neues Zuhause für Jugendliche kümmerte. Heute leben rund 80 Straßenjungen, meist ohne oder mit gestörtem Elternhaus bis zum Alter von 18 Jahren im Dorf. Die Jüngeren gehen gemeinsam mit Nachbarkindern in die eigene Grundschule mit 160 Kindern, Ältere besuchen weiterführende Klassen in der Stadt. Allen Kindern und Jugendlichen werden die Rechte garantiert wie Ernährung, Bildung, Freizeit, Gesundheit und regelmäßiger Kontakt mit ihren Familienangehörigen.

Calvary Zion Children’s Home (Kenia)

Condor Patin: Tanja Fischer, Flugbegleiterin bei Condor

Gründerin und Leiterin des Waisenhauses ist „Mama Jane“. Nachdem das gemietete Haus zu klein wurde, wird auf einem 2007 erworbenen Grundstück ein neues Waisenhaus gebaut. Demnächst können die Kinder ihr neues Zuhause beziehen. Aber auch auf dem Gelände hat sich bis heute schon einiges getan: Eine Schar Hühner liefert den täglichen Eiweißbedarf, eine kleine Ziegenherde liefert Milch, und Bananen, Papayas, Bohnen und Passionsfrüchte aus eigener Ernte bereichern den Speiseplan der Kinder. Die Stifung Pro Afrika finanziert dieses Projekt. Tanja Fischer sammelt regelmäßig Spenden in ihrem Heimatort für das Projekt.

Freundeskreis Ostafrikahilfe St. Luke’s e. V.(Kenia)

Pate: Heinz Erhard, ehemaliger Kapitän bei Condor

St. Luke’s Hospital: Das einst heruntergekommene Missionskrankenhaus in Kaloleni wurde mittlerweile vom Verein in die Selbstständigkeit überführt. „Wir glauben zu Recht, den Verantwortlichen so viel Hilfestellung geleistet zu haben, dass sie in der Lage sein müssten, die Zukunft der ärztlichen Versorgung ihrer Region selbst in die Hand zu nehmen.“

Kilifi District Hospital: Hunderte von Kleinkindern versterben jährlich an den Folgen von Fehl- und Mangelernährung, nachdem sie radikal von den Müttern abgestillt und sofort auf Maisbrei und Bohnen umgestellt werden, sobald das Geschwisterkind geboren ist. Nur ein kleiner Teil dieser Kinder wird aus dem Busch in die kilometerweit entfernte Kinderstation des Distrikthospitals Kilifi gebracht. Die Station wurde zu klein. Mit dem 2005 bezogenen Neubau konnten nicht nur die hygienischen Zustände verbessert, sondern auch eine Einrichtung zur Unterrichtung der Mütter geschaffen werden. Die Mütter erfahren dort, wie sie mit einfachsten Nahrungsmitteln ihre Kinder ausgewogen ernähren und langsam auf Festnahrung umstellen können.

Baharini Primary School: Der Verein unterstützt mit Sponsoren das monatliche Gehalt von sechs Lehrern.

Gesundheitszentrum Kikambala: Seit Eröffnung des Gesundheitszentrums am 6. Dezember 2007 hat sich die allgemeinmedizinische Versorgung der Menschen erheblich verbessert.

„Herzkinder“

Camilla kam mit einem komplizierten Herzfehler zur Welt, der nur in Deutschland, im Kinderherzzentrum Erlangen, operiert werden konnte. Die Flüge für das Baby und seine Eltern aus ihrem Heimatland, der Dominikanischen Republik, waren für Condor eine Herzensangelegenheit. Drei Monate nach ihrer Operation geht es Camilla sehr gut.